Warenkorb

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Woher weiß das Finanzamt von Kryptowährungen und was kannst du tun, um dich vor einer Strafe zu schützen? Die Expertinnen und Experten von cryptotax erklären dir wie’s geht:

Aktuell häufen sich die Spekulationen zu einem Datenpaket, das die deutschen Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen von einer Krypto-Plattform – bitcoin.de – erhalten haben.

Darin soll das Finanzamt nun nach möglichen Steuerschuldnern und -schuldnerinnen suchen, die ihre Kryptowährungen nicht in der Steuererklärung angegeben haben.

Es geht dabei um Tausende Krypto-Anleger und -Anlegerinnen und ihre Krypto-Gewinne ab dem Jahr 2017.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die deutschen Finanzbehörden ihre Erkenntnisse mit dem österreichischen Finanzamt teilen werden.

Welche Krypto-Plattform hat Kunden-Daten mit dem Finanzamt geteilt?

Während es zuerst nur Spekulationen über die genaue Plattform gab, liegen nun Berichte vor, dass es sich dabei um bitcoin.de handelt.

Es ist außerdem anzunehmen, dass die Finanzbehörden nun auch Daten-Auskünfte von anderen Krypto-Plattformen fordern werden.

Krypto-Steuerhinterziehung: Wie kann ich mich vor einer Strafe schützen?

Wenn du bisher immer alles richtig in deiner Steuererklärung angegeben hast, musst du keine Angst haben.

Wir empfehlen jedoch allen Krypto-Begeisterten in Österreich, die ihre Einkünfte bisher nicht versteuert haben, das möglichst rasch nachzuholen.

Wenn das Finanzamt bereits über deine Krypto-Einkünfte Bescheid weiß, ist es nämlich meist zu spät um noch ohne Strafe davonzukommen!

Ist eine Selbstanzeige nötig?

Mit einer Selbstanzeige und zugehöriger Offenlegung deiner Transaktionshistorie und Steuerberechnung kannst du, wenn du das ganze rechtzeitig machst, ohne Strafe deine Steuer nachzahlen.

Wenn allerdings schon eine Prüfung eingeleitet oder ein konkreter Verdacht da ist, musst du neben der Nachzahlung deiner Steuer auch mit einer Strafe rechnen.

Kryptowährung Steuer umgehen: Ist das möglich?

Nein, wenn du zum Zeitpunkt deiner Einkünfte in Österreich gelebt hast, dann musst du deine Steuer auch hier bezahlen. Gerade der aktuelle Fall zeigt auch, dass das Finanzamt zwar nicht immer sofort bei dir vor der Türe steht aber auch Jahre später noch anklopfen kann.

Hier findest du unseren einfachen Guide zum Eintragen deiner Kryptowährungen in die Steuererklärung!

Was passiert, wenn man Einkünfte aus Kryptowährungen nicht versteuert?

Wenn du deine Einkünfte wissentlich nicht versteuerst oder dich damit abfindest, dass du womöglich Steuern zahlen müsstest und es nicht tust, dann machst du dich der Abgabenhinterziehung strafbar. Die Höhe der Strafe hängt davon ab:

Achtung! Vorsatz ist bereits das ernstlich für möglich halten einer Hinterziehung – wenn du also weißt, dass du wahrscheinlich Steuern zahlen müsstest, dich aber damit abfindest es nicht zu tun.

Die Strafe kann bis zum zweifachen des hinterzogenen Steuerbetrags betragen, wobei sie sich auf mindestens 10% davon bemisst.

Zusätzlich ist natürlich die Steuer nachzubezahlen.

Krypto: Was passiert, wenn man keine Steuererklärung macht?

Gibst du keine Steuererklärung ab, obwohl du das eigentlich müsstest, begehst du eine Abgabenhinterziehung.

Wenn du Krypto-Einkünfte gehabt hast, und sich daraus eine Steuer ergibt, musst du grundsätzlich immer eine Steuererklärung abgeben.

Wie erfährt das Finanzamt von Bitcoin und anderen Krypto-Gewinnen?

Kann das Finanzamt Kryptowährungen einsehen?

Wenn das Finanzamt dir deine Walletadresse zuordnen kann, sieht es natürlich welche Bestände du hast, da die Blockchain öffentlich einsehbar ist.

Wann muss ich Krypto in der Steuererklärung angeben?

Wenn du steuerpflichtige Einkünfte aus Kryptowährungen hast, dann musst du die in der Steuererklärung angeben. Welche Gewinne und Einkünfte steuerpflichtig sind, kannst du ganz einfach auf unserer Website nachlesen.

Wie prüft das Finanzamt Krypto-Gewinne?

Im Rahmen einer Überprüfung musst du alle relevanten Unterlagen offenlegen.

Das heißt, dass du Börsenauszüge, Wallet-Adressen und andere relevante Daten dem Finanzamt zur Überprüfung zur Verfügung stellen musst.

Wie kann mir ein Steuerberater für Kryptowährungen nun helfen?

Enzinger Steuerberatung ist mit der Marke cryptotax bereits seit Jahren spezialisiert in dem Bereich und kann dir natürlich deine Fragen beantworten.

Gemeinsam mit questr.io können wir dir dabei helfen deine Krypto-Daten richtig zu dokumentieren und die relevanten Zahlen für deine Steuererklärung zu berechnen.

Ob du dann mit unserer Hilfe selbst deine Erklärung ausfüllst, oder ob wir gleich alles übernehmen sollen, bleibt dann dir überlassen!

Krypto: Kann ich einem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung entgehen?

Am einfachsten kannst du einem Strafverfahren entgehen, indem du gemeinsam mit uns zuerst deine Datenaufbereitung erledigst und wir dann im nächsten Schritt eine Selbstanzeige für dich beim Finanzamt einbringen.

In den letzten Jahren konnten wir zahlreiche Kundinnen und Kunden in solchen Fällen begleiten.

Achtung: Der Zeitpunkt ist hier entscheidend, wenn bereits Ermittlung gegen dich eingeleitet worden sind, zum Beispiel eine Finanzamtsprüfung oder dem Finanzamt deine Hinterziehung bereits bekannt ist, könnte es schon zu spät für die Straffreiheit sein.

Wir empfehlen die daher nicht zu warten, sondern deine Krypto-Steuer jetzt gemeinsam mit uns in Ordnung zu bringen!

Wenn du Fragen zur korrekten Dokumentation von Kryptowährungen für Steuer oder Bank hast, dann vereinbare einen Termin für eine Online-Beratung bei questr

Wenn du weitere Fragen zu Besteuerung, Eintragung in deine Steuererklärung oder zu Strafen bei Steuerhinterziehung hast, dann buch bitte gleich einen Call bei crypto-tax

In diesem einfachen Schritt-für-Schritt Guide für die Krypto Steuer Österreich 2022 zeigen wir dir, wie du Kryptowährungen selbst in deine Steuererklärung aufnehmen kannst.

Auf crypto-tax teilen unsere Expertinnen und Experten bei der Enzinger Steuerberatung kostenlose Tipps und Infos für die Krypto-Community in Österreich.

Krypto Steuer in Österreich: Wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Die Frist zur Abgabe deiner Steuererklärung 2022 in Österreich ist Ende Juni 2023.

Ohne Steuerberater musst du spätestens am 30.06.2023 eine Steuererklärung für deine Krypto-Einkünfte elektronisch über FinanzOnline übermitteln.

Mit Steuerberater kannst du deine Steuererklärung für 2022 jedoch auch einige Monate später noch einreichen – hier geht’s zur Online-Beratung mit den Krypto-Profis in unserer Steuerberatungskanzlei!

Wie muss ich Kryptowährungen in Österreich versteuern?

Österreichs führende Krypto-Steuerberaterin Natalie Enzinger und ihr Experten-Team erklären dir in diesem Beitrag Schritt für Schritt wie du deine Kryptowährungen selbst in deine Steuererklärung eintragen kannst.

Krypto Steuer in Österreich – Wie kann man Gewinne aus Kryptowährungen versteuern?

Wir zeigen Dir in diesem Abschnitt, wie du die richtigen Formulare freischalten kannst und wie die neuen Felder für Krypto-Gewinne aussehen!

Wichtig: Da deine Kryptowährungs-Einkünfte ab dem Jahr 2022 zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen, musst du eine eigene Beilage (Beilage E1kv für Kapitalvermögen) im Zuge einer Meldung an das Finanzamt (sogenannter „Erklärungswechsel“) freischalten lassen.

Wie beantrage ich einen Erklärungswechsel für das Versteuern meiner Kryptowährungen?

Im FinanzOnline findest du unter „Weitere Services“ unter „Anträge“ den Punkt „Erklärungswechsel“ zur Auswahl.

Im nächsten Schritt musst du deine Steuernummer eingeben und den Punkt „Wechsel zur Einkommensteuererklärung bzw. Änderung der Tätigkeit“ anklicken.

Es wird dir nun folgendes Formular angezeigt:

Bei „Einkünfte“ im Drop-Down-Menü „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ auswählen.

Bei „Art“ entweder „Einkünfte aus der Überlassung von Kapital“ oder „Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen aus Kapitalvermögen“ oder „Einkünfte aus Derivate“ auswählen.

Welche Art Krypto-Einkommen hattest du?

Welche Art du auswählst, hängt davon ab, welche Einkünfte du überwiegend im Jahr 2022 hattest. Leider kann man nur einen Punkt auswählen.

„Einkünfte aus der Überlassung von Kapital“ wäre z.B. Lending und Mining.

„Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen aus Kapitalvermögen“ ist der Verkauf von Kryptowährungen.

Bei „Genauer Bezeichnung“ musst du eine kurze Beschreibung deiner Krypto-Einkünfte hinzufügen.

Das Feld „Beginn der Tätigkeit“ ist ebenfalls als Pflichtfeld auszufüllen.

In diesem Formularteil ist nur deine Anschrift (Land, PLZ, Ort, Straße und Hausnummer) einzutragen, die restlichen Felder sind nicht auszufüllen.

Im letzten Formularteil sind nur 2 Felder verpflichtend auszufüllen

Voraussichtlicher Gewinn im Eröffnungsjahr: Hier musst du deinen geschätzten steuerpflichtigen Gewinn aus Kryptowährungen eintragen.

Voraussichtlicher Gewinn im Folgejahr: Hier musst du deinen geschätzten steuerpflichtigen Gewinn aus Krypto-Einkünften für das Folgejahr eintragen.

Diese Information dient dem Finanzamt dazu dir auf Basis der mitgeteilten Werte eine Einkommensteuervorauszahlung vorzuschreiben.

Da die Werte nur Schätzungen darstellen und sich deine Einnahmen aus Kryptowährungen ändern können, kannst du diese Werte auch im Nachhinein durch Antrag deinerseits anpassen. Wie das funktioniert, werden wir in einem weiteren Beitrag erklären – um informiert zu bleiben, folge uns am Besten auf unseren Social Media Kanälen FacebookInstagram und LinkedIn.

Du kannst den Antrag dann durch Klicken auf „Prüfen und Einbringen“ übermitteln und üblicherweise wird das Formular „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ gleich oder spätestens am nächsten Tag freigeschalten.

Wie gibt man Krypto in Österreich in der Steuererklärung 2022 an?

Du findest nun in der Beilage E1kv (Einkünfte aus Kapitalvermögen) im Punkt 1.3.5 „Einkünfte aus Kryptowährungen“ auch Eintragungsfelder für „laufende Einkünfte von Kryptowährungen“, „Überschüsse aus realisierten Wertsteigerungen“ bzw „Verluste aus realisierten Wertsteigerungen“.

Was sind laufende Einkünfte für die Krypto Steuer in Österreich?

Laufende Einkünfte aus Kryptowährungen sind Mining, Lending bzw. Entgelte aus der Überlassung von Kryptowährungen.

Solche Krypto-Einkünfte musst du im Zeitpunkt des Zuflusses am Wallet oder Börse/Exchange in Euro umrechnen und diesen Wert in die Kennzahl 171 oder 172 eintragen.

Ob du deine Kryptowährung in Euro oder anderes gesetzliches Zahlungsmittel umgewechselt hast, ist für die Besteuerung irrelevant.

Was sind Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen beim Versteuern von Kryptowährungen in Österreich?

Realisierte Wertsteigerungen von Kryptowährungen sind Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Kryptowährungen, die ab dem 01.03.2021 erworben wurden.

Unter Veräußerung fällt der Verkauf gegen gesetzliches Zahlungsmittel (z.B. Euro, USD) und der Tausch gegen andere Wirtschaftsgüter oder Leistungen – z.B. auch der Kauf von NFTs.

Alles zu NFTs und Steuern in Österreich findest du hier.

Explizit keine Veräußerung stellt der Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere Kryptowährung dar.

Für Kryptowährungen, die vor dem 01.03.2021 erworben wurde, gelten allerdings die alten Besteuerungsregeln weiterhin, d.h. sofern die jeweilige Kryptowährung mehr als ein Jahr gehalten wurde, fällt keine Steuer an.

Hattest du inländische oder ausländische Einkünfte aus Kryptowährungen?

Bei der Krypto Steuer in Österreich für das Jahr 2022 ist zu beachten: Weil Kryptowährungen nun wie Kapitalvermögen versteuert werden, wird auch bei Kryptowährungen unterschieden, ob deine Einkünfte aus dem Inland oder aus dem Ausland zugeflossen sind.

Was heißt dies für deine Krypto-Steuererklärung in Österreich?

Im Bild siehst du, dass inländische und ausländische Einkünfte in verschiedene Felder eingetragen werden müssen.

Einfach gefragt: Wo hast du deine Kryptowährungen gegen ein gesetzliches Zahlungsmittel (das sind Euro, Dollar, usw.) getauscht?

Hat diese Plattform, Exchange oder dein Broker ihren Sitz im Inland, sind es inländische Kapitaleinkünfte.

Liegt der Sitz im Ausland, sind deine Gewinne aus Kryptowährungen in der Regel ausländische Kapitaleinkünfte – außer das Unternehmen hat doch einen Sitz im Inland, der die Tauschvorgänge in Fiat für dich abwickelt!

Wie du herausfindest, ob in- oder ausländische Kapitaleinkünfte angefallen sind, zeigen wir dir am Beispiel von Bitpanda und Binance. 

Wo liegt der Sitz von Bitpanda? Ist Bitpanda deutsch?

Wer danach googelt, findet die Antworten Österreich und Deutschland. Was stimmt? Suche nach dem Impressum und du findest heraus, dass die Bitpanda GmbH ihren Sitz in Österreich hat. Die Bitpanda Asset Management GmbH hingegen hat ihren Sitz in Deutschland. Daneben gibt es noch weiter Bitpanda-Unternehmen mit Sitz in Österreich.

Du musst somit auf deinem Account nachsehen, mithilfe welcher dieser Firmen du deine Kryptowährungen gegen Euro getauscht hast – und wo deren Firmensitz liegt.

Wo liegt der Sitz von Binance?

Beim Googeln, wo der Firmensitz von Binance liegt, kann man schnell an seine Grenzen stoßen. Die Binance Webseite hat kein „Impressum“, das man befragen könnte. Wer näher hinsieht findet die verschiedensten Firmensitze von Binance.

Binance hat jedoch in Österreich im Jahr 2022 einen Firmensitz gegründet: die Binance Austria GmbH.

Wieder musst du auf deinem Account nachzusehen, welche der Binance-Niederlassungen für deine Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährung und gesetzlichem Zahlungsmittel (Euro, Dollar, usw.) verantwortlich ist.

Idealerweise zeigt dein Krypto-Steuer-Tool (wie Blockpit, CoinTracking, Accointing, Koinly, u.ä.) dir diese Unterscheidung zwischen ausländischen und inländischen Kapitaleinkünften an.

Ersetzt ein Steuertool für Kryptowährungen den Steuerberater?

Wir von cryptotax und der Enzinger Steuerberatung sind seit Jahren auf die Besteuerung von Kryptowährungen in Österreich spezialisiert und haben täglich mit den verschiedensten Fällen und unterschiedlichen Krypto-Steuer-Tools zu tun.

Steuertools sind sehr hilfreich und notwendig, jedoch kann es zu kleinen und großen Fehlern bei der Dokumentation, Zuordnung und damit der Berechnung deiner Krypto-Gewinne kommen.

Bei Krypto-Datenproblemen arbeiten wir außerdem eng mit unserem Partner, den Krypto-Daten-Expert:innen von questr, zusammen, um unseren Klientinnen und Klienten ein volles Service anbieten zu können.

Die spezialisierten Steuer-Expertinnen und -Experten von cryptotax gehen auf deinen konkreten Fall ein, helfen dir bei der Lösung von Problemen und optimieren deine Steuern, damit du nicht zu viel an das Finanzamt zahlst!

Die Kosten für deine Steuerberatung können außerdem steuerlich abgesetzt werden.

Wie viel Steuern auf Kryptowährung in Österreich?

Ab 01.03.2022 wurden die neuen Regelungen zur Besteuerung von Kryptowährungen eingeführt, d.h. grundsätzlich fällt ab 01.03.2022 ein Steuersatz von 27,5% auf laufende Einkünfte und realisierte Wertsteigerungen aus Kryptowährungen an. Was laufende Einkünfte und realisierte Wertsteigerungen aus Kryptowährungen sind, haben wir oben beschrieben.

Es gelten also im Jahr 2022 zwei verschiedene Steuerregeln für Kryptowährungen.

Damit du aber für das Jahr 2022 keine zwei Rechtslagen (die alte Rechtlage 01.01.-28.02.22 und die neue Rechtslage 01.03.-31.12.22) abbilden bzw. erklären musst, hat der Gesetzgeber eine Optionsmöglichkeit verankert, die besagt, dass Kryptowährungen, die im Zeitraum 01.01.-28.02.2022 steuerpflichtig realisiert wurden, auf Antrag des Steuerpflichtigen, bereits als Einkünfte im Sinne der neuen Regelungen behandelt werden können.

Kommt es daher im Jänner 2022 oder Februar 2022 zu steuerpflichtigen Einkünften, kann auf diese Einkünfte bereits die Neuregelung hinsichtlich Sondersteuersatz (27,5%) bzw. Verlustausgleich zur Anwendung gelangen.

Das richtige Versteuern von Bitcoin und anderen Kryptowährungen 2022

Laut Ansicht der BMF (Rz 6103k Einkommensteuerrichtlinine) kommt die Tauschausnahme für den Tausch von Kryptowährungen gegen Kryptowährungen – dass also keine Steuer anfällt, wenn du eine Kryptowährung in eine andere Kryptowährung tauscht – auch bei Inanspruchnahme der Option NICHT zur Anwendung.

Die Ansicht, dass in die Bestimmung zur Steuerneutralität des Tausches Kryptowährung gegen Kryptowährung nicht hineinoptiert werden kann, ist unseres Erachtens jedoch nicht im Wortlaut der Optionsbestimmung gedeckt und konterkariert auch den Zweck der Übergangsbestimmung.

Sollte dies für deinen Fall relevant sein – eine Beratung hierzu zahlt sich auf alle Fälle aus: Unsere Krypto-Steuer Expertinnen und Experten helfen dir gerne weiter – hier geht’s zur Terminbuchung!

Die Optionsbestimmung für Jänner und Februar 2022

Die Optionsbestimmung hat den Zweck, dass für das gesamte Jahr 2022 einheitlich durch Anwendung der Option die neue Rechtlage angewendet werden kann.

Dies ist im Sinne einer verwaltungsökonomischen Vorgehensweise erforderlich, da man ansonsten für die Steuererklärung 2022 zwei verschiedene Rechtslagen berücksichtigen müsste.

Der Aussage in den Einkommensteuerrichtlinien folgend, hätte der Steuerpflichtige für den Zeitraum 01.01. bis 28.02. sämtliche Tauschvorgänge zwischen Kryptowährungen untereinander darzustellen und durch Option mit 27,5% anstatt mit persönlichen Einkommensteuersatz zu besteuern.

Dies ist mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden, da die am Markt zur Verfügung stehenden Krypto-Steuertools für ein und dasselbe Kalenderjahr nicht zwei unterschiedliche Berechnungssystematiken zulassen.

Unser Tipp: Hast du im Zeitraum 01.01. bis 28.02.2022 betraglich relevanten Tauschvorgänge zwischen verschiedenen Kryptowährungen gehabt, kannst du mittels schriftlicher Beilage inkl. Begründung zur Steuererklärung 2022 auf die Steuerneutralität des Tausches zwischen Kryptowährungen bestehen bzw. dies rechtlich im Wege eines Rechtsmittelverfahrens durchsetzen. Wir von cryptotax helfen Dir dabei gerne!

Krypto Steuer Österreich 2022: Die Zusammenfassung

Frist zur Einreichung deiner Steuererklärung auf FinanzOnline: 30.06.2022

Über eine Steuerberatungskanzlei kannst du deine Steuererklärung einige Monate später abgeben.

Einige Schritte und Formulare sind nötig, um deine Krypto-Einkünfte im FinanzOnline selbst eintragen zu können (siehe unsere Schritt-für-Schritt Anleitung oben).

Im Jahr 2022 gelten zwei verschiedene Rechtslagen – im Jänner und Februar gilt die alte Regelung und ab März die neue Regelung.

Es gibt jedoch die Option die neue Regelung auf Jänner und Februar anzuwenden.

Brauchst du zusätzliche Hilfe bei der Eintragung deiner Krypto-Einkünfte in deine Steuererklärung? Willst du mehr zur korrekten Besteuerung deiner Kryptowährungen erfahren?

Buche eine Beratung bei Österreichs führender Steuerberatungskanzlei für Kryptowährungen auf www.crypto-tax.at!

Folge uns auf FacebookInstagram, und LinkedIn für alles rund um Kryptowährung und Steuern in Österreich!

Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Das BMF hat mit 14.04.2023 den finalen EStR-Wartungserlass 2023 veröffentlicht. Die Finalfassung des endgültigen ESTR-Wartungserlass 2023 findest du hier.

Was sind Einkommensteuerrichtlinien?

Die Einkommensteuerrichtlinien stellen einen Auslegungsbehelf zum Einkommensteuergesetz dar, der im Interesse einer einheitlichen Vorgangsweise mitgeteilt wird.   In der Praxis spielen die Einkommensteuerrichtlinien eine große faktische als auch praktische Rolle, da die Finanzämter die darin enthaltenen Aussagen bei der Abgabenbemessung berücksichtigen.

Wir haben die wesentlichen Aussagen nochmals in unseren Beiträgen zusammengefasst:

Abgrenzung Gewerbebetrieb zu Vermögensverwaltung (Krypto-Trading)

Abgrenzung zwischen gewerblicher Transaktionsverarbeitung (Mining) und Vermögensverwaltung

Abgrenzung Krypto-Altvermögen und Krypto-Neuvermögen bzw. Krypto-Tausch

Anschaffung mehrere Tranchen einer Kryptowährung – Verbrauchsreihenfolge

Abzugsverbot von Werbungskosten im Zusammenhang mit Krypto-Einkünften

Kryptowährungbegriff und Definitionen

Entgelte aus der Überlassung von Kryptowährungen (Lending, Liquidity Providing)

Entgelte für die Transaktionsverarbeitung

Einkünfteermittlung lfd. Einkünfte

Ausnahme lfd. Einkünfte

Ausnahme Staking

Ausnahme Airdrops, Bounties, Hardforks

Diebstahl, Betrug, Abhandenkommen von Kryptowährungen

Einkünfteermittlung bei realisierter Wertsteigerung aus Kryptowährungen, Gleitender Durchschnittspreis ab 01.01.2023

Ausnahme für den Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere Kryptowährung

Wichtige Infos zum Thema Kryptosteuer in Ö

Im Webinar mit Moritz Nold von CoinTracking bespricht Natalie Enzinger die Besteuerung von Krypto in Österreich. In diesem Video findest du Wissenswertes zum Thema Kryptosteuer 2022 in Österreich. Natalie Enzinger beantwortet die Fragen von Moritz Nold (CoinTracking) zu Themen wie Trading, Staking oder NFTs.

Wie unterscheiden sich Spot-Trading und Future-Trading und was gilt es dabei steuerlich zu beachten?

Ob mit Bitcoin, Ethereum oder Solana – Der Handel und Future-Handel mit Kryptowährungen hat steuerliche Auswirkungen. HIER findest du einige Infos zur Besteuerung in 2022. 

Können Gewinne und Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen gegengerechnet werden und welche Möglichkeiten zur Verlustverwertung gibt es?

Möglichkeiten aber auch Tücken der 2022 gültigen Rechtslage zum Thema Verlustverwertung findest du HIER.

Wie werden Zuflüsse aus Mining 2022 in Österreich besteuert?

Die steuerlichen Besonderheiten von Mining zB auf Proof-of-Work Blockchains wie Bitcoin, Dogecoin oder Litecoin werden von Natalie Enzinger hier beschrieben

Worauf muss man bei Liquidity Providing und Lending aus steuerlicher Sicht achtgeben?

Automated Market Makers (AMMs) wie Uniswap und Money Markets wie AAVE sind Grundpfeiler von DeFi (Decentralized Finance). Infos, wie Zuflüsse aus Liquidity Providing aktuell in Österreich zu besteuern sind und worauf dabei zu achten ist, findest du HIER.

Werden Zuflüsse aus Staking gleichbehandelt wie Zuflüsse aus Lending?

HIER erfährst du mehr zur steuerlichen Einordnung von Zuflüssen aus Staking, sei es auf Ethereum, Cosmos (ATOM) oder Cardano (ADA)

Warum haben NFTs seit 2022 aus steuerlicher Sicht eine Sonderstellung und worauf gilt es beim Trading mit NFTs zu achten?

NFTs erfreuen sich steigender Beliebtheit, haben seit 2022 jedoch eine Sonderstellung in Bezug auf deren Besteuerung. Worauf beim Trading mit NFTs zu achten ist, erfährst du HIER.

Airdrops sind zumeist ein Grund zur Freude (solange es kein Scam-Token ist) – doch wie wirken sie sich auf die Steuerpflicht aus und was unterscheidet sie von Bounties?

Airdrops sind ein fester Bestandteil des Crypto-Space. Wie und wann Airdrops wie zum Beispiel im Cosmos Ökosystem besteuert werden, erfährst du HIER.

Warum ist die Darstellungsform von Krypto-Transaktionen essenziell und welche Bedeutung haben dabei Crypto Tracking/Tax Tools?

Ohne die Unterstützung von professionellen Crypto Tracking/Tax Tools wie beispielsweise CoinTracking ist die Berechnung der individuellen Krypto-Steuerpflicht aufgrund der hohen Komplexität und Transaktionsanzahl kaum mehr möglich. Worauf bei der Nutzung durch Crypto-User und Steuerberatungskanzleien zu achten ist, erfährst du HIER. Einen Link mit einem Nachlass von 10% auf das gesamte Angebot von CoinTracking, findest du HIER.

Gegen Ende des Webinars mit CoinTracking geht Natalie Enzinger auf weitere Fragen von Zuschauer:innen des Livestreams ein, wie beispielsweise die Unterschiede zwischen Trading mit Hebel (Leverage Trading) und üblichen Trading oder den Einsatz von Altvermögen zum Staken ein. Auch potenzielle weitere Änderungen der Kryptosteuer in Österreich wie zum Beispiel Unterschiede zwischen aktuellen Bewertungsmodellen wie FiFo (First in – First out) und kommenden wie GLD (gleitender Durchschnitt) werden HIER besprochen.

Die gesamte Aufzeichnung des Webinars von Enzinger Steuerberatung und CoinTracking zum Thema Kryptosteuer in Österreich gibt es auf unserem Youtube-Kanal.

Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Vor ein paar Tagen hat das BMF die neuen Formulare für das Jahr 2022 veröffentlicht. Darin findet man in der Beilage E1kv (Einkünfte aus Kapitalvermögen) auch die Eintragungsfelder für laufende Einkünfte (Mining, Lending bzw. Entgelte aus der Überlassung von Kryptowährungen) und Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kryptowährungen (Gewinne und Verluste).

Wie bei Kapitalvermögen üblich, ist bei der Eintragung (bei laufenden Einkünften als auch bei den realisierten Wertsteigerungen) in inländische und ausländische Krypto-Einkünfte zu unterscheiden. Als inländische Krypto-Einkünfte sind zB Verkäufe von Neu-Kryptovermögen (ab 01.03.2021 angeschafft) in ein gesetzliches Zahlungsmittel unter Nutzung einer inländischen Plattform oder Broker einzutragen. Werden ausländische Plattformen für den Verkauf von Neu-Kryptovermögen gegen ein gesetzliches Zahlungsmittel verwendet, sind diese Einkünfte unter „ausländische Krypto-Einkünfte“ zu deklarieren.

Es wäre wünschenswert, wenn Krypto-Steuertools die Differenzierung in In- und Ausland in ihren Steuerreports ab 2022 darstellen können.

Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Das BMF hat mit 20.10.2022 einen Entwurf der Kryptowährungsverordnung (= KryptowährungsVO) zur Begutachtung veröffentlicht. Dieser Beitrag soll einen ersten Überblick über die Regelungen im Entwurf geben. Die Begutachtung und die Finalversion der Verordnung bleibt abzuwarten.

Allgemeines

Mit der Ökosozialen Steuerreform wurde die Besteuerung von Kryptowährungen in die Besteuerung von Kapitalvermögen integriert. Inländische Dienstleister (zB inländische Broker für Kryptowährungen) haben ab 01.01.2024 verpflichtend Kapitalertragsteuer für laufende Einkünfte aus Kryptowährungen und Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen aus Kryptowährungen von Kunden einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Um der Abzugsverpflichtung nachzukommen, muss der Steuerpflichtige Steuerdaten (insbesondere Anschaffungszeitpunkt und Anschaffungskosten) dem inländischen Dienstleister mitteilen. Die Kryptowährungsverordnung soll nun nähere Vorgaben zur Form der Angabe der Steuerdaten durch den Steuerpflichtigen an den inländischen Dienstleister als Abzugsverpflichteten vorsehen. Zusätzlich sieht die Verordnung nicht nur Regelungen für Zwecke des Kapitalertragsteuerabzugs, sondern auch Regelungen für die Besteuerung im Rahmen der Veranlagung vor. So soll zB für Kryptowährungen, die in zeitlicher Aufeinanderfolge erworben werden, der gleitende Durchschnittspreis in Euro als Anschaffungskosten angesetzt werden.

Steuerdaten (§ 1 KryptowährungsVO)

Sind dem inländischen Dienstleister als Abzugsverpflichteten die tatsächlichen Anschaffungskosten bzw. die tatsächlichen Anschaffungszeitpunkte nicht bekannt (weil die Kryptowährung zB auf einem ausländischen Handelsplatz erworben wurde), können diese Informationen vom Kunden wie folgt bekanntgegeben werden:

Inhalt und Struktur der Datenübermittlung können vom inländischen Dienstleister vorgegeben werden (zB webbasierte Eingabemaske). Der inländische Dienstleister muss die Angaben des Steuerpflichtigen auf deren Plausibilität prüfen, wobei aber eine standardisierte, automatisationsunterstützte Überprüfung erfolgen kann. Dabei kann ein automatisierter Abgleich mit historischen Anschaffungskursen der jeweiligen Kryptowährungen erfolgen, wobei auch eine angemessene Schwankungsbreite zu berücksichtigen ist. Eine manuelle Einzelfallüberprüfung soll nicht zwingend erforderlich sein. Soweit eine standardisierte Überprüfung nicht oder nicht erfolgreich vorgenommen werden kann, kann der inländische Dienstleister vom Steuerpflichtigen auch weitere Nachweise verlangen. Als Nachweise können zB Kaufbelege von anerkannten Börsen oder eine Bestätigung eines Steuerberaters dienen. Erfolgt keine weitere Überprüfung oder kann auch im Rahmen einer solchen Überprüfung eine Plausibilisierung nicht erfolgen, sind die Anschaffungskosten nach § 93 Abs 4a Z 2 EStG (pauschale Anschaffungskosten in der Höhe des halben Veräußerungserlös) zu bemessen, wobei es dann zu keiner Endbesteuerungswirkung kommt (dh. Kunde muss den Veräußerungserlös abzüglich den „richtigen“ Anschaffungskosten im Rahmen der Steuererklärung angeben).

Gleitender Durchschnittspreis (§ 2 KryptowährungsVO)

§ 2 der Kryptowährungsverordnung sieht vor, dass alle auf einer Kryptowährungsadresse befindlichen Einheiten derselben Kryptowährungen für Zwecke des KESt-Abzuges als auch im Rahmen der Veranlagung bei Erwerb in zeitlicher Aufeinanderfolge mit dem gleitenden Durchschnittspreis in Euro als Anschaffungskosten anzusetzen sind. Eine Kryptowährungsadresse ist eine eindeutige Kennung, die ein mögliches Ziel für eine Kryptowährungstransaktion darstellt. Im Falle der Verwahrung auf einem Kryptowährungswallet ist der gleitende Durchschnittspreis für alle auf einer Kryptowährungswallet befindlichen Einheiten derselben Kryptowährung anzusetzen, wobei die vom inländischen Dienstleister gewählte Bezugsgröße (Kryptowährungsadresse oder Kryptowährungswallet) auch für die Veranlagung maßgeblich sein soll. Unter einem Kryptowährungswallet wird ein Dienst oder eine Applikation verstanden, die eine oder mehrere Kryptowährungsadressen als Einheit verwaltet, wobei keine standardisierte Auslesungsmöglichkeit der einzelnen Kryptowährungsadressen vorgesehen ist. Anschaffungskosten, die pauschal nach § 93 Abs 4a Z 2 EStG angesetzt wurden bzw. Kryptowährungen, die als Altvermögen zu beurteilen sind, fließen nicht in den gleitenden Durchschnittspreis mit ein.

Altbestand (§ 3 KryptowährungsVO)

Befinden sich auf einer Kryptowährungsadresse bzw. Kryptowährungswallet neben Krypto-Neuvermögen auch Krypto-Altvermögen (vor dem 01.03.2021 angeschafft), kann der Steuerpflichtige wählen, welche Einheiten der Kryptowährung als zuerst veräußert bzw. übertragen werden, oder den Abzugsverpflichteten dazu ermächtigen. Eine im Rahmen des KESt-Abzuges vorgenommene Reihung soll dabei auch für die Veranlagung maßgeblich sein.

Bewertung der laufenden Einkünfte aus Kryptowährungen (§ 4 KryptowährungsVO)

Bei laufenden Einkünften aus Kryptowährungen (zB Lending nach § 27b Abs 2 EStG) ist der Wert der bezogenen Kryptowährungen im Zuflusszeitpunkt als Einkünfte und zugleich als Anschaffungskosten anzusetzen. Dabei soll die Ermittlung des Wertes der bezogenen Kryptowährungen primär aus einem vorhandenen Kurswert (Börsenkurs) einer Kryptowährungsbörse herangezogen werden. Ist kein Börsenkurs vorhanden, ist der Kurs eines allgemein anerkannten Kryptowährungshändlers anzusetzen. Ist auch ein solcher Kurs nicht vorhanden, ist der Kurs einer allgemein anerkannten und vom Steuerpflichtigen unabhängigen, webbasierten Liste (zB coinmarketcap.com), die aktuelle Kurse für Kryptowährungen abbildet, anzusetzen. Eine im Rahmen des KESt-Abzug vorgenommen Bewertung ist auch für die Veranlagung maßgeblich.

Absatz 2 sieht eine Vereinfachungsvorschrift vor, wenn laufende Einkünfte aus Kryptowährungen öfters als dreimal pro Monat zufließen. In diesem Fall soll die zugeflossenen Kryptowährungen jeweils mit dem Tagesendkurs am Monatsersten des Zuflussmonats angesetzt werden, sofern der inländische Dienstleister nicht eine Bewertung zum tatsächlichen Kurs vornimmt. Eine im Rahmen des KESt-Abzug vorgenommen Bewertung ist auch für die Veranlagung maßgeblich. Die Wahlmöglichkeit soll aus Gründen der Verwaltungsökonomie ausschließlich dem Abzugsverpflichteten zustehen, sofern Einkünfte aus Kryptowährungen keinem KESt-Abzug unterliegen, sind diese daher verpflichtend gemäß § 4 Abs 2 erster Satz (Tagesendkurs am Monatsersten des Zuflussmonats) zu bewerten.

Inkraftreten (§ 7 KryptowährungsVO)

Die Verordnung soll mit 01.01.2023 in Kraft treten, wobei die Bewertung mit dem gleitenden Durchschnittspreis bereits für sämtliche Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kryptowährungen anzuwenden ist, die nach dem 31.12.2022 zufließen. Für Einkünfte, die davor zufließen, soll davon ausgegangen werden, dass die früher erworbene Einheit der Kryptowährung als zuerst veräußert gilt (FIFO-Methode), sofern der Steuerpflichtige keine abweichende Zuordnung nachweist.

Fazit

Die Kryptowährungsverordnung regelt für den inländischen Abzugsverpflichteten, wie die notwendigen Überprüfungshandlungen hinsichtlich der KESt-Abzugspflicht auszuschauen haben. Da bisher nur in Österreich ein KESt-Abzug für Kryptowährungen (ab 2024) eingeführt wurde, ist zu befürchten, dass inländische Dienstleister hier einen Wettbewerbsnachteil erfahren werden, solange andere internationale Meldebestimmungen (Stichwort DAC 8 Richtlinie etc.) auf sich warten lassen.

Hinsichtlich der Einführung des gleitenden Durchschnittspreises, der für Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kryptowährungen anzuwenden ist, die nach dem 31.12.2022 zufließen, bleibt abzuwarten wie die Steuersoftwarehersteller die Berechnungsmethodik des gleitenden Durchschnittspreises in die bestehenden Steuertools integrieren.

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Info kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Frage: Das Thema NFTs und Steuern ist ziemlich komplex, was muss ich beachten?

Antwort unserer Steuerexperten:

NFTs repräsentieren ein einzigartiges nicht austauschbares (non fungible) Asset. Non fungible Assets sind nicht direkt von der neuen Steuerreform betroffen. Zusätzlich muss noch zwischen gewerblichem und privatem NFT-Handel unterschieden werden.

Für private NFTs gilt die einjährige Haltefrist, d.h. NFTs die keine 12 Monate gehalten werden, müssen mit dem progressiven Einkommenssteuersatz versteuert werden. Falls die 12 Monate überschritten werden, ist das NFT steuerfrei.

Hier muss beachtet werden, dass ein NFT-Kauf mit Krypto ein steuerpflichtiges Ereignis ist, wenn dabei Altvermögen verkauft wird und die Jahresfrist nicht überschritten wurde. Bei Neuvermögen (angeschafft ab 01.03.2021) handelt es sich beim Kauf immer um einen steuerpflichtigen Vorgang (wird mit 27,5 % versteuert). Wird das NFT dann wieder in eine Kryptowährung zurückgetauscht, gilt wieder die Jahresfrist.

Wenn du mehr Infos bezüglich Einkommenssteuer oder Umsatzsteuer bekommen möchtest, sieh dir unbedingt die dazugehörigen Videos auf unserem YouTube-Kanal an oder buche einen persönlichen Termin.

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Info kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Frage: Kann ich vor 01.03.2021 gekaufte Coins staken, ohne die Steuerfreiheit zu verlieren?

Antwort unserer Steuerexperten:

Ja, du kannst auch Altvermögen (gekauft vor 01.03.2021) für das Staking nützen, ohne die Steuerfreiheit zu verlieren. Die laufenden Staking-Rewards stellen zwar Neuvermögen dar (erst bei Wechsel in EUR mit 27,5% zu besteuern, sofern es sich um „Konsensstaking“ handelt), das Altvermögen (=“Substanz“) kann aber nach wie vor steuerfrei verkauft werden.

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Info kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Mit dem sogenannten „Merge“ wechselt Ethereum (ETH) das Konsensverfahren von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake. Dieses Upgrade auf ETH 2.0 soll laut aktueller Einschätzung noch im Oktober 2022 vollständig abgeschlossen sein und bietet für Investoren und Krypto-Enthusiasten neue Möglichkeiten, um Krypto-Einkünfte zu erzielen.

In Zusammenarbeit mit Bitfly aka. @etherchain_org, welche mit Ethermine den leistungsstärksten ETH Mining-Pool der Welt betreiben, hat Natalie Enzinger die verschiedenen Arten des ETH 2.0 Stakings für die österreichische Rechtslage steuerlich eingeordnet.

Im nachfolgenden Link werden die Methoden Solo StakingStaking-as-a-Service (SaaS) und Liquid Pool Staking (rETH) anhand von Rocketpool für dich kompakt in einem PDF-File zusammengefasst.

Download

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die österreichische Finanzverwaltung derzeit oder in Zukunft abweichende Ansichten vertritt bzw. dass sich eine abweichende Judikatur ergibt. Für die steuerliche Einordnung wird davon ausgegangen, dass das ETH-Staking von einer natürlichen Person mit Wohnsitz in Österreich im Rahmen der Vermögensverwaltung (nicht gewerblich) durchgeführt wird.

Der Zusammenbruch des Terra-Ökosystems ist wohl an niemandem unbemerkt vorbeigegangen. Der Stablecoin UST hat seine Bindung an den US-Dollar verloren und der Luna ist praktisch wertlos geworden.

Natürlich wünscht man sich hohe Gewinne, doch Verluste lassen sich in der Kryptowelt manchmal nicht vermeiden. Um herauszufinden, ob ein Verlust steuerlich verwertbar ist, ist in einem ersten Schritt zu untersuchen, ob es sich um LUNA handelt, die vor oder ab dem 01.03.2021 angeschafft wurden. Wurden die LUNA vor dem 01.03.2021 angeschafft, sind die Verluste idR leider (auch bei Konvertierung in Fiatwährung) nicht verwertbar, da im Rahmen der alten Regelung (Einkünfte aus Spekulationsgeschäften § 31 EStG) Verluste außerhalb der Jahresfrist irrelevant sind. Wurden die LUNA hingegen ab dem 01.03.2021 angeschafft, fällt eine steuerpflichtige Realisierung bereits unter die neue Regelung (gültig ab 01.03.2022). Eine steuerpflichtige Realisierung liegt vor, wenn LUNA in eine Fiatwährung getauscht wird (Achtung: Tausch in andere Kryptowährung oder Stablecoin ist kein Realisierungsvorgang!). In diesem Fall können Verluste mit anderen sondersteuersatzfähigen Kapitalvermögen (zB Aktien) im selben Jahr gegenverrechnet werden.  Auch eine Verrechnung mit Gewinnen aus der Konvertierung von anderen unter die Neuregelung fallenden Kryptowährungen in Fiatwährung in 2022 kann mit dem Verlust verrechnet werden.

Beispiel:

Bob hat am 01.03.2021 1000 LUNA um EUR 88.000 gekauft, welche nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystem im Mai 2022 keinen Wert mehr haben. Er findet eine Börse, wo die 1000 LUNA in 0,20 Euro getauscht werden können. Bob hat auch ein Aktiendepot bei einer inländischen Depotbank. Aus dem Verkauf von Aktien im März 2022 hat er Einkünfte aus Kapitalvermögen in Höhe von EUR 100.000, wobei die Bank bereits einen KESt-Abzug in der Höhe von EUR 27.500 durchgeführt hat.

Lösung:

Bob hat Glück, er kann seine LUNA Verluste in Höhe von EUR 87.999,80 im Rahmen der Steuererklärung 2022 mit den Aktiengewinnen EUR 100.000 gegenverrechnen und kann so zumindest ein KESt-Gutschrift in Höhe von EUR 24.199,95 (27,5% von EUR 87.999,80) erhalten.

Bedauerlicherweise gibt in Österreich derzeit keine Möglichkeit Krypto-Verluste in den Folgejahren zu verwerten. Unser Nachbar Deutschland hat hier eine bessere Lösung: Dort gibt es Möglichkeiten den Krypto-Verlust im Vorjahr oder im Jahr danach zu verwerten.

Du möchtest mehr Infos dazu oder wissen, ob deine Verluste verwertbar sind? Dann buche jetzt deinen individuellen Online-Beratungstermin!

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Info kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Krypto-Steuer Newsletter

Abonniere unseren Newsletter und bleib informiert!

[newsletter_signup_form id=1]
This site is registered on wpml.org as a development site.